Die schriftliche Bewerbung

Zur guten Bewerbung gehören neben dem Anschreiben ein Lebenslauf, das Bewerbungsfoto und eventuell Zeugnisse.

 

Das Anschreiben

Das Anschreiben beginnt mit der eigenen Adresse, die meist ganz oben steht. Wichtig ist hierbei die Kontaktdaten vollständig aufzuführen: Postadresse, Telefonnummer, Handynummer und E-Mail-Adresse (falls vorhanden). Darunter steht die Firmenadresse. Der Name des Unternehmens und die Rechtsform sollten auf jeden Fall stimmen und richtig geschrieben werden. Gib dann noch Erstellungsort- und -datum an (Oberhaching, den 3. März 2007). Die Betreffzeile wird meist „fett“ geschrieben, in ihr sollte man schon deutlich machen, dass es sich hier um eine Praktikumsbewerbung handelt. Am besten auch schon den gewünschten Bereich im Unternehmen und den Zeitraum des Praktikums angeben.

Jetzt kann es mit dem eigentlichen Text losgehen: Das Anschreiben möglichst an einen persönlichen Ansprechpartner richten (siehe: Persönliche Bewerbung, Telefonische Bewerbung) und auch hier auf die korrekte Schreibweise achten. Das Anschreiben sollte in mehrere Blöcke gegliedert werden. Wichtige Elemente im Anschreiben sind immer: Bezug zur Stelle auf die man sich bewirbt, eine nachvollziehbare Begründung (siehe: Begründung für das Praktikum), Zeitraum des Praktikums, Informationen über Ausbildungsstand und Persönlichkeit. Zeige, dass du dich vorab schon über das Unternehmen und den möglichen Praktikumsbereich informiert hast. Am Ende solltest du um einen Termin für ein persönliches Vorstellungsgespräch bitten und den Brief handschriftlich (Vorname und Nachname) unterschreiben.

Die Gestaltung des Layouts liegt ganz in der Hand des Bewerbers, allerdings sollten alle wichtigen Teile klar gegliedert werden, das erhöht die Lesefreundlichkeit.

Das Anschreiben liegt auf der Bewerbungsmappe, da es das erste Schriftstück ist, das der Praktikumsanbieter durchlesen soll. Es wird nicht eingeheftet. Es ist deine „Visitenkarte“ und zugleich eine erste Arbeitsprobe; es wird den „ersten Eindruck“ erzeugen und entscheidend dazu beitragen, ob deine Unterlagen wohlwollend oder skeptisch geprüft werden.

 

Lebenslauf und Foto

Der Lebenslauf ist das eigentliche Herzstück der schriftlichen Bewerbung, denn hier findet der Arbeitgeber alle wesentlichen Informationen über dich. Zeige, was du kannst. Doch Vorsicht: auch der Lebenslauf sollte klar gegliedert, übersichtlich und nicht zu lang sein. Eine Seite reicht. Alle Kontaktdaten werden auch im Kopf des Lebenslaufs noch einmal aufgeführt.

Die Blöcke sollten thematisch gegliedert werden, das Wichtigste zuerst. Auf der linken Seite solltest du eine Zeitleiste anfertigen, die Zeitangaben am besten in Monat und Jahr. So kann der Verantwortliche sofort sehen, was du wann gemacht hast und wie dein Ausbildungsstand ist. Wichtige Elemente sind:

  • Lieblingsfächer in der Schule (am besten passend zum Praktikum, optional mit Angabe der Noten)
  • PC-Kenntnisse (Programme und wie gut man diese beherrscht)
  • Ferien- und Nebenjobs (auch hier mit Zeitangabe)
  • Hobbys (interessante, nicht zu viele)

Dazu sollten natürlich noch die bisherigen Praktika, ehrenamtliche Tätigkeiten, Auslandsaufenthalte und besondere Kurse oder Aktivitäten aufgeführt werden, wenn diese relevant sind.

Auf den Lebenslauf gehört auch das Bewerbungsfoto. Es sollte eine gute Qualität haben und den Bewerber sympathisch erscheinen lassen, keine Freizeitkleidung!

 

Motivationsseite

Um die Ernsthaftigkeit der Bewerbung noch zu unterstreichen, kann noch ein drittes Element mit eingefügt werden: Die Motivationsseite, auch „Die dritte Seite“ genannt. Hier kannst du noch einmal deutlich machen, dass du bereit bist, etwas zu leisten, vielleicht mehr, als andere Bewerber. Wichtig ist hier, konkrete Argumente und echte Zusatzinformationen zu liefern. Die Motivationsseite ist immer optional und vor allem gut, wenn du noch Dinge sagen willst, die über Anschreiben und Lebenslauf hinausgehen, zum Beispiel, warum ich ausgerechnet der Beruf interessiert, den man in diesem Unternehmen erlernen kann oder, dass du bereits in einem ähnlichen Unternehmen gearbeitet hast.

Die Seite sollte eine passende Überschrift haben und in unterschiedliche Blöcke eingeteilt werden. Auch hier können Lieblingsfächer, Freizeitaktivitäten oder Interessen, die für das Praktikum relevant sind, genannt werden. Auch der Anlass, das Praktikum zu machen, ist durchaus interessant (Beispiel: Freunde, Bekannte, Erfahrungen aus früheren Praktika, interessante Firmenhomepage, etc.). Wichtig ist allerdings, dass sich die Angaben aus dem Lebenslauf und auch dem Anschreiben nicht mit der Motivationsseite doppeln. Kein Personalchef hat Lust, alles dreimal zu lesen. Es sollte vor allem deutlich werden, warum du ein Praktikum in diesem Bereich machen willst.

 

Versand

Alle Unterlagen müssen natürlich in einem guten Zustand sein, d.h. gut lesbar und auf sauberem Papier ohne Knicke oder Flecken. Für Lebenslauf und Anschreiben am besten das gleiche Papier nehmen. Vor dem Eintüten noch einmal alle Unterlagen checken: Ist alles vollständig? Sind alle Adressen und Namen richtig geschrieben und stimmen sie auf Anschreiben und Umschlag überein? Sind noch Rechtschreibfehler zu finden? Hast du Anschreiben und Lebenslauf unterschrieben? Prima – dann ab in die Post (natürlich ausreichend frankiert!).

 

Weitere Informationen

Anschreiben: Die äußere Form

vgl. neue DIN 5008 (als Muster für DIN 5008 sowie Bewerbungsschreiben) siehe:

http://www.bewerbung-um-eine-ausbildungsstelle.de/Bewerbung/Bewerbungsunterlagen/Bewerbungsanschreiben.html

Musterbeispiele Lebenslauf siehe:

http://www.focus.de/jobs/bewerbung/lebenslauf/beispiel1

http://www.focus.de/jobs/bewerbung/lebenslauf/beispiel2

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